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Wie finde ich ein geeignetes Schmerzmittel

Schmerzen sind unangenehmen und lästig. Der Griff zur Tablette verspricht Linderung. Doch welche sind geeignet? Mit den folgenden Tipps helfen wir Ihnen, ein geeignetes neues Schmerzmittel zu finden.

Was muss ich wissen?

Schmerzmittel sind immer die zweite Wahl!

  • Versuchen Sie immer zuerst anders gegen Schmerzen vorzugehen. Hilfreich sind oft Entspannungsübungen, Massagen, kalte Umschläge oder autogenes Training.
  • Verwenden Sie Schmerzmittel nur über kurze Zeit. Dauern die Schmerzen länger an, suchen Sie den Arzt auf. Dies gilt auch, wenn die Schmerzen immer wieder auftreten.
  • Halten Sie sich immer an die vorgeschriebene Dosierung. Reicht diese nicht aus, dann ist es Zeit, die Ärztin aufzusuchen.
  • rezeptfreie Schmerzmittel sind nicht immer harmlos. Auch sie können Nebenwirkungen verursachen. Treten solche auf, dann ist richtiges Handeln gefragt. Lassen Sie sich in einem solchen Fall kompetent beraten.
  • Leiden Sie an einer chronischen Leber-, Nieren- oder Lungenkrankheit (Asthma, Chronische Bronchitis,..), dann müssen Sie dies bei der Auswahl berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn Sie Medikamente regelmässig und über längere Zeit verwenden müssen.

Welche Wirkstoffe sind frei erhältlich?

rezeptfrei erhältlich sind die folgenden Wirkstoffe:

  • Paracetamol
  • Ibuprofen
  • Acetylsalicylsäure
  • Diclofenac
  • Naproxen

Acetylsalicylsäure und Paracetamol dürfen zusätzlich noch mit Koffein kombiniert werden.

Eine Liste der rezeptfreien Produkte finden Sie am Schluss.

Welcher Wirkstoff ist für mich geeignet?

Lassen Sie sich bei der Wahl eines Schmerzmittels weder durch Name, Verpackung noch Preis verleiten! Setzen Sie ein Schmerzmittel erst ein, wenn nichtmedikamentöse Versuche gescheitert sind.

Je nach Art der Schmerzen sind andere Wirkstoffe zu bevorzugen.

Bei allgemeinen Schmerzen sollten Sie es zuerst mal mit Paracetamol versuchen. Denn dieser Wirkstoff hat im Vergleich zu den anderen Wirkstoffen weniger problematische Nebenwirkungen. Wichtig dabei ist, dass die vorgeschriebene Dosierung eingehalten wird. Sprechen ihre Schmerzen nicht auf Paracetamol an, dann versuchen Sie es mit Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure.

Bei Monatsbeschwerden ist in vielen Fällen der Wirkstoff Ibuprofen hilfreich.

Bei Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern sind ebenfalls Ibuprofen, Diclofenac und die Acetylsalicylsäure erste Wahl.

Zahnschmerzen sollten vom Zahnarzt behandelt werden. Paracetamol lindert die Beschwerden, ersetzt jedoch einen Besuch beim Zahnarzt nicht.

Leichte Migränefälle lassen sich mit Schmerzmittel lindern. Acetylsalicylsäure und Ibuprofen sind oft erfolgreich. Oft ist es sinnvoll, zusätzlich ein Medikament gegen Übelkeit zu verwenden.

Wichtig: Bevor Sie ein Schmerzmittel verwenden, studieren Sie die Packungsbeilage und beachten Sie allfällige Anwendungseinschränkungen!

Wie erklärt es sich, dass bei mir ein Schmerzmittel nicht wirkt?

Je nach Art und Stärke der Schmerzen sind rezeptfreie Schmerzmittel zu schwach. Vielleicht verwenden Sie jedoch als Anfangsdosierung eine Dosierung, welche in Ihrem Fall zu tief ist. Halten Sie sich deshalb an die folgenden Anfangsdosierungen:

  • Paracetamol: 1-2 Tabletten zu 500 mg
  • Acetylsalicylsäure: 1-2 Tabletten zu 500 mg
  • Ibuprofen: 2 Tabletten zu 200 mg oder 1 Tablette zu 400 mg
  • Naproxen: 2 Tabletten zu 220 mg
  • Diclofenac: 2 Tabletten zu 12.5 mg oder 1 Tsblette zu 25mg
Die Erfahrung zeigt, dass oft bei Ibuprofen die Anfangsdosis zu tief gewählt wird.

Was ist noch zu beachten?

Bei einigen rezeptfreien Schmerzmitteln wurde in der Vergangenheit die Zusammensetzung vollständig geändert, der Name jedoch nur leicht modifiziert. Beachten Sie dies nicht, dann kann es zur Folge haben, dass das bekannte Produkt nicht mehr gleich wirkt. Bei Personen mit bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen kann dies verheeren sein.

Deshalb gilt: Studieren Sie regelmässig die Zusammensetzung ihres Schmerzmittels. Besonders vorsichtig sein sollten Sie, wenn das Produkt neu verpackt ist, oder dem alt bekannten Namen zusätzlich ein N angefügt wurde.

Was tun, wenn die Zusammensetzung des bekannten Schmerzmittels gewechselt hat?

Meist ist es nicht sinnvoll, einfach als Ersatz ein Schmerzmittel mit ähnlicher Zusammensetzung zu wählen. Denn seit wenigen Jahren sind einige Wirkstoffe neu rezeptfrei erhältlich. Besprechen Sie deshalb ihre Beschwerden mit einer Fachperson und wählen Sie das Produkt, welches nach heutigem Wissensstand in ihrer individuellen Situation am besten geeignet ist.

Wo bekomme ich Rat?

Ihr Arzt oder Apothekerin kennt die Schmerzmittel. Die Schweizerische Medikamenten Informationsstelle SMI berät sie ebenfalls.

Liste der Produkte:
(Die Zusammensetzung von Medikamente kann wechseln! Diese Liste soll Ihnen nur als Hinweis dienen. Wie ihr Schmerzmittel zusammengesetzt ist, entnehmen Sie der Packungsbeilage!)

  • Paracetamol (enthalten u.a. in: Acetalgin, Ben u ron, Contra Schmerz, Dafalgan, Dolostop neue Formel, Dolprone, Influbene N, Kafa Flashtabs, Medibudget Schmerztabletten Paracetamol, Panadol, Paracetamol 500 Hänseler, Seranex N, Siniphen neue Formel,Tylenol Forte, Zolben
  • Ibuprofen (enthalten u.a. in Advil, Algifor, Algifor forte, Algifor L , Algifor L forte, Antalgit, Dismenol N, Dolo Dismenol, Dolo Spedifen 400, Dolocyl, Dolocyl forte 400, Iproben 200, Melabon Ibupropfen, Nurofen, Nurofen, Saridon N, Solufen, Spedifen, Treupel Dolo Ibuprofen
  • Acetylsalicylsäure (enthalten u.a. in Asa Tabs, Aspirin, Aspro 500, Contra Schmerz ASS, Juridin, Medibudget Schmerztabletten ASS, Togal ASS)
  • Diclofenac (enthalten u.a. in Diclac, Voltaren Dolo, Tonopan und Vifenac)
  • Naproxen (enthalten u.a. in Aleve)

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